Grundeinkommen undogmatisch diskutieren

Kampagnenbild Initiative Grundeinkommen 2016

Ist nun der Staat liberal, der passgenau und bürokratisch Sozialhilfe zuzusprechen versucht und Arbeitsintegration orchestriert oder der, der unbedingt Notwendiges bedingungslos sichert? Leistet bezahlte Arbeit grösseren gesellschaftlichen Nutzen als unbezahlte? Sind Rentnerinnen und Rentner eine Population, an welcher die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Effekte eines Grundeinkommens ableitet werden könnten? Woher kommt Kaufkraft, wenn sich Wertschöpfung weg von menschlicher Arbeit in eine “algorithmisierte” digitale, beschäftigungsarme Wirtschaft verschiebt? Sind ein paar “Jetons” Teil eines aufdatierten Gesellschaftsvertrags, der entspannt gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe garantiert, oder sozialistische Träumerei? Ist die aktuelle hierarchische Wirtschaftsform im Stande, die Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen, oder braucht es dazu ein “Unternehmertum der Massen”?

Grosse Herausforderungen brauchen innovative Lösungen

Wer sich mit dem Thema eines Grundeinkommens – oder noch besser einer Grundsicherung – auseinandersetzt, driftet unweigerlich in grosse gesellschaftliche, ja philosophische Fragestellungen ab. Der liberale Thinktank Strategiedialog 21 scheut nicht, sich dieser Diskussion zu stellen und dafür Gefässe zu schaffen. Auf der Cardinalbrauerei-Brache im Herzen Freiburgs, wo heute das Innovationsquartier blueFACTORY Zukunft wagt, fand eine wichtige erste Diskussion in kleinem Rahmen über die politischen Lager hinweg statt. Eine undogmatische Reflexion, auf welche weitere folgen sollen, ja folgen müssen. Denn grosse Herausforderungen bietet das 21. Jahrhundert zu genüge, und Lösungen ausserhalb ideologischer Komfortzonen sind dringend nötig.